Bau einer neuen Weiheranlage in den Toggessenmatten

Der Naturschutzverein Ettingen (NSVE) verwirklicht, das bisher grösste Projekt seiner Geschichte: den Bau eines ausgedehnten Feuchtbiotops am Siedlungsrand von Ettingen.

Damit wollen wir unseren Amphibien ein Stück des verlorenen Lebensraumes zurückgeben, ein vielfältig gestaltetes Naturschutzgebiet mit Weihern, Hecken und einer Blumenwiese schaffen, das auch von Vögeln, Kleintieren und einer reichen Pflanzenwelt bewohnt werden kann.

Zudem soll damit bei unserem Dorf ein schöner Ort entstehen, der die Einwohner zur Beobachtung der Natur und zur Erholung einlädt.

Übersichtsplan:

Informationen zum Projekt:

Die zur Verfügung stehende Fläche ist im Teilzonenplan Kammermatten/Toggessenmatten vom Kanton seit 2004 rechtsgültig als Naturschutzgebiet ausgeschieden. Die betroffenen Parzellen konnten durch die Einwohnergemeinde 2017 käuflich erworben werden. Der vom NSVE vorgeschlagene Bau einer Amphibienweiheranlage wurde vom Gemeinderat gutgeheissen und dem NSVE als Bauherr die behördliche Unterstützung zugesichert. Die Baubewilligung wurde am 1. März 2018 erteilt. 

Das Vorprojekt wurde unter Beizug der KARCH (Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz der Schweiz) erstellt. Das vom Gemeinderat genehmigte Projekt wurde vom NSVE für die Detailplanung dem auf Wasserbau speziali-sierten Planungsbüro Werner Götz, Liestal, übergeben, das auch als Generalunternehmer die Realisierung betreut. Die vor-gesehenen Baukosten der Weiheranlage belaufen sich total auf rund CHF 235'000. 

Die Gemeinde trug die Kosten für den Erwerb der Landparzellen von CHF 77'000.- sowie die Planungskosten von CHF 10’000.-. Zudem wird sie für die vom Werkhof geschätzten jährlichen Unterhaltskosten von CHF 6‘000.- aufkommen. Na-türlich werden wir als Verein auch aktiv bei den Pflegearbeiten mithelfen.

Der NSVE trägt mit seinem Beitrag von CHF 10’000.- einen Grossteil seines Vermögens  an den Bau bei. Zudem haben Mitglieder des Vereins bislang rund CHF 15'000.- gespendet. Von mehreren Stiftungen, Vereinen und Fonds aus der Wirt-schaft wurden dem Projekt ausserdem zwischenzeitlich Beiträge in der Höhe von CHF 225'000.- zugesichert. Die fehlen-den CHF 10'000.- versuchen wir nun durch Aufrufe an Privatpersonen und weiteren Organisationen zu sammeln. 

Standort der Weiheranlage am Marchbach am westlichen Siedlungsrand
Standort der Weiheranlage am Marchbach am westlichen Siedlungsrand

Spendenaufruf

Für eine Spende bitten wir Sie, das für den Weiherbau eingerichtete Konto bei Postfinance zu benutzen.

Naturschutzverein Ettingen (NSVE)

Weiher Toggessenmatten

4107 Ettingen

                                Konto 61-546641-4  /  IBAN CH05 0900 0000 6154 6641 4

Der NSVE als gemeinnütziger Verein (gemäss ZGB Art. 60 ff) ist seit Dezember 2017 auch steuerbefreit. Dies bedeutet, dass allfällige Spenden von der Steuer absetzbar sind.

 

Mit herzlichem Dank für Ihr Interesse an unserem Anliegen. Wir freuen uns über jede Spende. 


Kurzer Abriss der Stationen des Weiherbaus im Jahr 2018

Baugespann Ansicht von Westen am 24. Jan. 2018
Baugespann Ansicht von Westen am 24. Jan. 2018

 

Mit dem notwendigen Baugespann im vorgesehenen Weihergebiet erfolgte die Baueingabe am 15. Januar 2018. Da während der öffentlichen Planauflage keine Einsprachen erfolgten, wurde die kantonale Baubewilligung am 1. März erteilt.

 

Baubeginn: Mit der im September durch Beiträge von Privaten, Vereinen, Stiftungen und aus der Wirtschaft zu 93% gesicherten Finanzierung beschloss der Vorstand im September mit dem Bau zu beginnen. Als erstes erfolgte die Abschürfung des Humus, welcher z. T. ausgelagert und z. T.  auf dem Areal der künftigen Blumenwiese ausgebracht wurde.

Blick von Westen auf die abhumusierte Fläche der künftigen Weiheranlage am 6. Sept. 2018.  Foto:TT
Blick von Westen auf die abhumusierte Fläche der künftigen Weiheranlage am 6. Sept. 2018. Foto:TT

Blick nach Westen auf die vier ausgehobenen und teilmodelierten Weiher am 28. Sept. 2018.
Blick nach Westen auf die vier ausgehobenen und teilmodelierten Weiher am 28. Sept. 2018.

 

Aushub: Nach Abstossung des Humus wurden die vier Weiher ausgehoben. Der ausgehobene Lösslehm wurde zu einem gegen die Siedlung im Osten gerichteten Lärmschutzwall aufgeschichtet.


 

Weiherbau: Bei allen Weihern wurde die Abdichtungsfolie zuvor mit einem Vlies unterlegt. Auf die Folie wiederum kam erneut ein Vlies bevor der Weiher mit einer Schicht Gelbkies ausgekleidet wurde.

Blick auf einen Weiher mit Vliesschutz vor der Auskleidung mit Gelbkies. Stand am 5. Okt. 2018
Blick auf einen Weiher mit Vliesschutz vor der Auskleidung mit Gelbkies. Stand am 5. Okt. 2018

Die beiden flachen Folienweiher am Marchbach. Im Hintergrund rechts ein kleines Feuchtgebiet als Suksessionsfläche.  16. Okt. 2018
Die beiden flachen Folienweiher am Marchbach. Im Hintergrund rechts ein kleines Feuchtgebiet als Suksessionsfläche. 16. Okt. 2018.

 

- Die Anlage weist im Norden zwei flache ablassbaren Folienweiher auf, welche gezielt für die Ansiedlung von Kreuzkröten und Laubfröschen ge schaffen wurden.

- Beide Teiche werden nur vom Frühling bis in den Sommer (von der Laichzeit bis zur Metamorphose der Kaulquappen) Wasser führen, um die Entwicklung von Fressfeinden zu unterbrechen.

 

- In Wegnähe wurden zwei Betonweiher als Lebens-raum für die heimischen Teichbewohner (Erd- und Geburtshelferkröte, Gras- und Wasserfrosch, Berg-, Teich- und Kammmolch,  etc) erstellt.

- Sie werden für Naturbeobachtungen und Erholung der Öffentlichkeit mit zwei durch Hecken abgeschirmten Ruhe bänken zugänglich sein. 

Die beiden südlichen Betonweiher vor der endgültigen Ueberschichtung mit Gelbkies am 18. Oktober
Die beiden südlichen Betonweiher vor der endgültigen Ueberschichtung mit Gelbkies am 18. Oktober

Die erstellte Weiheranlage von Westen am 1. Nov. 2018
Die erstellte Weiheranlage von Westen am 1. Nov. 2018

 

Die beinahe fertig erstellte Weiheranlage vor der endgültigen Feinmodelierung. Im Hintergrund erhebt sich der dunkelbraune Lärmschutzwall mit einem kleinen, hellen Steinhaufen zur Förderung der Geburtshelferkröten.

 

 

- Es fehlen noch diverse Humusstreifen zur Anpflanzung der Gebüschgruppen und die eigentliche Bepflanzung, die Ruhebänke und Hinweistafeln