Schwerpunkte unserer Aktivitäten der letzten Jahre


Nistkästen für Mauersegler an der kath. Kirche Ettingen

Mauersegler im Flug    ...........Foto Martin Gerber, Birdlife Schweiz
Mauersegler im Flug ...........Foto Martin Gerber, Birdlife Schweiz

Am 10. März 2026 hat die Zimmerei Stöcklin 5 Nistkästen mit je 3 Brutplätzen für Mauersegler (im Volksmund Spyren genannt) an die Dachuntersicht der Sakristei montiert. Emilio Stöcklin hat diese nach unseren Plänen und einem Modell in professioneller Qualität geschreinert. Ende letztes Jahr hat die Kirchgemeindeversammlung der röm. katholischen Kirche Ettingen dieses Vorhaben einstimmig gutgeheissen. Wir möchten ihr an dieser Stelle für die wohlwollende Gewährung eines Wohnrechts zugunsten dieser attraktiven Vogelart herzlich danken.  

Die Nistkästen fertig und frisch gestrichen in der Zimmerei Stöcklin AG
Die Nistkästen fertig und frisch gestrichen in der Zimmerei Stöcklin AG

Wozu überhaupt hat der Naturschutzverein dieses Projekt umgesetzt? In der Gemeinde Ettingen brüten regelmässig 5 bis 6 Paare Spyren unter den Ziegeln der Kirche, wo sie dank lückigen Stellen am Unterdach Zugang zu ihren Brutnischen finden. Es handelt sich unseres Wissens um das einzige Brutvorkommen im gesamten Gemeindegebiet. In absehbarer Zeit wird wohl das lückige Unterdach renoviert werden und damit diese Brutmöglichkeiten wegfallen. 

Montage der Nistkasten an der Sakristei mit einer Hebebühne
Montage der Nistkasten an der Sakristei mit einer Hebebühne

Daher haben wir den als Koloniebrütern bekannten Spyren mit 15 neuen Brutplätzen einen komfortablen Ersatz angeboten. Die Kosten dieses Projekts werden durch den kantonalen Gebäudebrüterfonds und durch die Vereinskasse getragen. Wir hoffen, dass die Spyren, welche zurzeit noch im südlichen Afrika überwintern, bei ihrer Ankunft Anfang Mai, die Ersatzbrutplätze annehmen und dass die Brutpaare mit den Jahren eine grössere Kolonie bilden werden.  Noch sind die Einfluglöcher mit einem an einer Klemme befestigten Metallplättchen verschlossen, damit nicht Spatzen oder Stare jetzt schon Besitz der attraktiven Nistkästen ergreifen. Diese beiden häufigen Vogelarten bedürfen keiner speziellen Förderung durch den Menschen. Die Metallplättchen werden rechtzeitig vor Ankunft der Spyren entfernt. Freuen Sie sich mit uns auf die Ankunft der Spyren und beobachten Sie ihre rasanten Flugspiele bei der Kirche und wie sie Mücken und anderen Fluginsekten jagen.

 

Die feriig montierten Nistkasten für Mauersegler an der Nordseite der Sakristei am 10. März 2026
Voilà, die feriig montierten Nistkasten für Mauersegler an der Nordseite der Sakristei am 10. März 2026

Text und Situations-Fotos: Peter Richterich                                                        Oberwil, 13.03.2026


Inventar der Spyren- und Schwalbenbrutplätze           2025

Ein Team bestehend aus vier Mitgliedern unseres Vereins unterstützt die neu geschaffene kantonale Koordinationsstelle des Basellandschaftlichen Natur- & Vogelschutzverbandes (BNV) bei der Erfassung der als geschützt geltenden Gebäudebrüter wie  Mauersegler (im Volksmund Spyren) und Schwalben. Die vier Mitglieder werden von Mitte Mai bis Ende Juni an mehreren Tagen im Dorf zu Fuss oder mit dem Velo, jeweils einzeln unterwegs sein und mit einem Fernglas zu den Dächern aufschauen. Sie möchten dabei möglichst alle Brut-plätze und Nester dieser Vögel feststellen

 

Mauersegler in rasantem Flug ......................................Foto: P. Richterich
Mauersegler in rasantem Flug ......................................Foto: P. Richterich

Daraus entsteht ein punktgenaues Gebäude-brüterinventar, welches die Koordinations-stelle für die Beratung, zum Schutz und der Förderung der Zielarten verwendet. So können beispielsweise im Fall einer Dach-sanierung Schutzmassnahmen für dort vorhandene Brutplätze in die Planung einbezogen werden. Wenn Sie an Ihrer Liegenschaft Spyren oder Schwalben beherbergen, würde uns diese Information die Bestandesaufnahme erleichtern. Hinweise können unter  www.nsve.ch Kontakt eingetragen werden.


Deponie im Schlatt: verhindert

Auf dem Gelände von Schlatthof und Schür-hof sollte eine riesige Bauschuttdeponie  entstehen. Damit wäre eine intakte Land-schaft mit den wertvollsten Landwirtschafts-böden der Schweiz zerstört worden. An der   Gemeindeversammlung im Dez. 1999 gelang es  diese Bedrohung für die Natur, das Landschaftsbild, die Landwirtschaft und die Bevölkerung abzuwehren.


Amphibienteich am Eschbach gebaut

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde erstellte der Naturschutzverein Ettingen (NSVE) im Jahre 2015 ein neues Laich-gewässer für die Amphibien, die in den Hollen und im Matztal leben: Erdkröte, Grasfrosch, Berg- und Fadenmolch. Natürlich wurden auch Libellen und andere Wasserinsekten sowie Wasserschnecken und viele andere Kleintiere hier heimisch.

 

Die seit über 10 Jahren vom NSVE durchgeführten Erhebungen der Laichzüge an der Hofstettenstrasse und am Hollenrain, sowie  das Einsammeln der Tiere am jeweils aufgestellten mobilen Amphibienzaun haben gezeigt, dass die Gartenteiche im Siedlungsgebiet Gebiet Hollen keine sichere Grundlage für das Laichgeschäft der Amphibien sind, und dass die Hofstettenstrasse während der Laichzüge eine gravierende Bedrohung für die Tiere darstellt.

Der Teich an dieser idealen Lage wurde deshalb ein sicherer Ort für die Fortpflanzung der Amphibien und wird mit der Zeit gleichzeitig die Laichwanderung aus dem Waldgebiet oberhalb der Hofstettenstrasse nach Osten ablenken.

 

Die für den Bau notwendige Landparzelle wurde grosszügig von Hans-Rudolf Thüring zur Verfügung gestellt und für die Kosten kamen zu je einem Drittel die Gemeinde Ettingen, der BNV und der NSVE auf.


Feldhasen gefördert: HOPP HASE

Bild des Feldhasen ( Lepus europaeus )
Feldhase ( Lepus europaeus ) [Foto:·de.wikipedia.org]

Mitarbeit des NSVE beim Projekt HOPP HASE

 Der Naturschutzverein Ettingen arbeitete seit 1996 am Feldhasenprojekt und von 2008 - 2016 auch bei HOPP HASE mit. Dies einerseits durch Mithilfe bei den nächtlichen Hasenzählungen, andererseits durch jährliche Kartierungen der Brutvögel im Untersuchungsgebiet. Ferner leistete der NSVE auch eine jährliche finanzielle Unterstützung von HOPP HASE.


Eichenpflanzung vermittelt: Förderung des Mittelspechts

Mittelspecht mit erbeuteter Käferlarve     [Foto von Fotocommunity]
Mittelspecht mit erbeuteter Käferlarve [Foto von Fotocommunity]

     Zur Förderung des Mittelspechts im Ettinger

       Wald konnte der NSVE zur Neupflanzung von 1600 Eichen

     in 5 Etapppen in den Jahren 2006 bis 2017 wesentliche       Unterstützungsbeiträge vom BNV im   Rahmen des Mehrjahresprogramms Vernetze Vielfalt

     vermitteln.

     Die Eichen wurden am Blauen in den Gebieten Mettli, Hollen und Rütenen, am Witterswiler Berg in den Stapflenreben gepflanzt.